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  • Hey du,

    Ist ja nicht schlimm, man muss ja auch nicht jeden tag schreiben.
    Ja familie kann manchmal schwer sein und alkohol kann viel zerstören. Wir alle wissen das und wir alle trinken ihn trotzdem irgendwann mal.
    Aber nun bist du ja gross ;) jetzt weisst du genau wie du zu handeln hast. Es ist nicht schlimm, wenn man nicht immer alles richtig macht, oder wenn man mal nicht die richtigen entscheidungen trifft. Dafür ein anderes mal wieder. Mach dir nicht solchen druck, geniesse dein leben, deine familie. Ich weiss, das ist leicht gesagt, ich kenne es von mir. Sei du selbst. Lass dir von keinem reinreden. Und vorallem versuche ab und zu den ärger raus zu lassen! Schluck ihn nichtbimmer runter! Zeige deinen mitmenschen, was dir nicht gefällt! Weine auch ab und zu mal, es tut dir gut. Auch wenn du weinst, kannst du stark sein.

    Liebe grüsse

  • agoraphobie und mein umfeldDatum13.03.2012 19:25
    Foren-Beitrag von Holiday im Thema agoraphobie und mein umfeld

    ich kenne solche zustände nur zu gut!
    panik die dir die kehle zuschnürt,schweissausbrüche usw.
    es ist schon wahnsinn, in welche zustände dich angst versetzen kann.

  • was wäre so schlimm wenn du mal versagst?
    und wer entschied das du schnell erwachsen werden musstest?seit wann hast du das schon?

  • agoraphobie und mein umfeldDatum23.02.2012 13:12
    Thema von Holiday im Forum Angst + Beziehung/ Fre...

    eine Beziehung führe ich nicht mehr. ich hatte zwei Jahre lang einen Freund, wir wohnten jedoch nicht zusammen. wir sahen uns 1-2x die woche und das meistens in meiner Wohnung. Er fragte irgendwann, warum ich mich mit ihm nicht ausserhalb treffen möchte, er würde gern mal mit mir ins Kino gehen oder schön essen gehen wollen. Es dauerte lange, bis ich ihm erklärte, das ich mich in meinen eigenen 4 Wänden sicherer fühle. Zunächst tat er verständnisvoll, doch im Laufe der Zeit, als er merkte, das ich wirklich nicht viel davon hielt, mit ihm ins Kino oder in Restaurants zu gehen, wurde er unverständlicher und es gab immer wieder Streit. Ich verstand zwar, das es ihn langweilte mit mir, doch ich hatte nicht wirklich Lust für ihn etwas zu ändern. Ich seilte mich von ihm immer mehr ab und beendete nach zwei Jahren die Beziehung. Eigentlich bin ich allein ganz glücklich, denn so muss ich mich nicht zwingend nach draussen bewegen und muss auch keinem Rechenschaft abgeben, warum ich nicht hinaus gehe. Das dies natürlich der falsche Weg ist, weiss ich selber und das bekomme ich auch von Freunden oft genug gesagt. Ich fühle mich manchmal nicht verstanden und reagiere mit Trotz darauf. Ich denke, alt genug zu sein um mein Leben selbst zu bestimmen und vergesse dabei, das Freunde es nur gut meinen und mir helfen wollen. Dennoch ist es für Aussenstehende fast unmöglich mich und meine Ängste und meine dadurch entstehenden Entscheidungen zu verstehen. Ich beantworte immer wieder die selben Fragen und stosse dabei auf die immer wieder gleichen Reaktionen. "aber warum, wieso und ds ist doch quatsch und versuch es mal" bis hin zu völligem Unverständnis, wie zum Beispiel von meinen Eltern. Sie meinen mir immer wieder sagen zu müssen, das es kein Wunder sei, das ich vom Leben nichts mehr mitbekomme, wenn ich nie raus gehe. "du wirst einsam und krank" krieg ich zu hören und frage mich dabei, ob sie überhaupt verstanden haben, das ich schon krank bin.

    so das wars mal wieder von mir.

  • AgoraphobieDatum23.02.2012 09:14
    Foren-Beitrag von Holiday im Thema Agoraphobie

    hey sheilchen

    danke sehr. das sich tatsächlich jemand in mich hineinversetzen kann, kann ich fast nicht glauben, denn die reaktionen der aussenwelt wirken eher meist unverständlich. aber anhand deiner eigenen geschichte sehe ich, dass du selbst einiges durch gemacht hast.

  • AgoraphobieDatum21.02.2012 10:04
    Thema von Holiday im Forum willkommen

    ich bin weiblich und leide unter Agoraphobie, zumindest ist dies die letzte Bezeichnung einer Psychologin.
    Agoraphobie bedeutet "Angst das Haus zu verlassen", weil man da draussen vieles nicht mehr unter Kontrolle hat. Man könnte sich in Gefahren bringen, die man nicht mehr beeinflussen kann, oder man könnte in peinliche Situationen geraten.

    Ich leide unter dieser Erkrankung seit gut zwei Jahren, zuvor war ich kerngesund und ständig unterwegs. Durch eine körperliche Krankheit fiel ich vor 3 Jahren ins Koma, verbrachte Monate im Krankenhaus und als es dann an der Zeit war, wieder ins normale Leben zurück zu kehren, spürte ich, das etwas anders war, als zuvor.

    Aus unerklärlichen Gründen bekam ich Panik, wenn ich das Haus verliess. Mein Herz fing heftig an zu schlagen, ich bekam Schweissausbrüche und Atemnot. Zunächst verstand ich die Welt nicht mehr, denn eigentlich war ich ja froh, endlich aus dem Krankenhaus raus zu sein. Ich wollte shoppen gehen, die frische Luft geniessen und einfach froh sein, dem Leben wieder verfügbar zu sein. Nachdem ich 2 oder 3 mal bei einer solchen Panikattake wieder umgekehrt war, fragte ich mich, was denn plötzlich los war mit mir. Ich kam zu der Erkenntnis, das ich einfach nur Angst hatte. Ich fühlte mich ungeschützt, allen Gefahren ausgesetzt...auf dem silbernen Tablett sitzend. Wovor genau ich Angst hatte, war das Nächste, was mich beschäftigte. Plötzlich fielen mir tausende Dinge ein, die einem "draussen" passieren konnten. Ohnmacht, Übelkeit (kotzen in der Öffentlichkeit), Unfälle, böse Menschen. Ich verstand die Welt nicht mehr. Das waren alles Dinge, über die ich mir in meinem Leben vor dem Koma nie Gedanken gemacht hatte. Wieso hatte ich plötzlich Angst davor, mitten auf der Strasse umzufallen? Wieso machte ich mir plötzlich einen Kopf darum, was andere von mir dachten? Wieso sollte mich ein Auto anfahren, dies war in den Jahren zuvor auch nie passiert. Konnte mich ein Blitz treffen? Würde mich jemand erschiessen, entführen...heutzutage weiss man ja nie! Was wäre wenn mir schwindelig würde, ich umfalle? Was würden die Menschen denken? Würden sie mir helfen? Falle ich noch einmal ins Koma und muss monatelang ins Krankenhaus?
    Einfachste Dinge wie einkaufen sind für mich eine Herausforderung. Voller Panik, mit dicken Schweissperlen auf der Stirn und Tunnelblick hetze ich durch ein Geschäft, packe in Eile was ich brauche und stürme dann zurück in mein Auto, in dem ich dann erstmal ein paar Minuten Erholung brauche. Mein Auto ist mein bester Freund. Öffentlich fahren käme mir nicht in den Sinn, ist völlig undenkbar für mich.
    Erst jetzt ist mir klar, was einem alles unkontrolliert passieren kann. Sicher weiss ich, das ich auch zuhause umfallen kann, mich dort eventuell keiner findet, aber es ist immer noch etwas anderes wenn es in den eigenen vier Wänden passiert, als wenn es viele Leute sehen.
    Auf Termine muss ich mich tagelang vorbereiten können. Ich überlege mir dann den kürzesten Weg dahin, packe eine Notfalltasche, mit meinen Medikamenten, etwas zum Trinken und zum Essen und überprüfe 5 mal mein Auto, ob es ja nicht am Tag des Ereignisses den Geist aufgibt. Auch das Begleiten von Vertrauenspersonen ändert nichts an meinen Ängsten. Klar fühle ich mich dann etwas sicherer, doch Panik kann ich trotzdem nicht vermeiden.
    Erst seit kurzem weiss ich, das meine Krankheit eine Krankheit ist und das sie einen Namen hat. Ich werde anfangen eine Therapie zu machen, doch bis dahin wird es noch etwas dauern, weil ich Angst davor habe, denn ich weiss, das die Behandlung zur Konfrontation führen wird. Um diesen Schritt gehen zu können, brauche ich noch etwas Mut.

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